Black-out – wir machen weiter!

von neubauadmin

Neben unseren MitarbeiterInnen benötigen wir vor allem zwei Dinge, um unseren Rettungsdienst durchführen zu können: Strom, um unsere Geräte (Beatmungsgerät, EKG, etc.) zu laden und Diesel, um mit unseren Fahrzeugen zum Notfallort zu gelangen. Um den Rettungsdienst in unserem Bezirk in jeder Situation sicherstellen zu können, installieren wir eine Haustankstelle und ein Notstromaggerat. Wir sind für Sie da. 365 Tage im Jahr. 24 Stunden am Tag. Egal was passiert.

Im Durchschnitt fällt der Strom in österreichischen Haushalten nur rund 50 Minuten pro Jahr aus.* Eine konstante Stromversorgung ist für uns selbstverständlich, doch immer öfter mehren sich Stimmen, die vor einem längerfristigen, kompletten Ausfall unseres Stromnetzes warnen.

Doch was würde dies bedeuten?

Privathaushalte denken wohl zuerst an Probleme beim Kühlen von Lebensmitteln, fehlende Lichtquellen in der Nacht, eine nicht funktionierende Heizung oder auch an den leeren Handyakku, der sich nicht mehr aufladen lässt.

Die Folgen für die Infrastruktur wären aber weit gravierender: Unzählige öffentliche Verkehrsmittel stehen still, Ampel- und Schrankenanlagen fallen aus, Aufzüge bleiben stehen. Viele Tankstellen funktionieren nicht mehr, ebenso wie Bankomaten. Nach kurzer Zeit werden die Handymasten nicht mehr funktionieren.

Umso wichtiger ist es, dass sich wichtige Einrichtungen, wie z.B. Einsatzorganisationen auch auf diese Situation gut vorbereiten.

Schon unsere bisherige Dienststelle in Korneuburg war für einen Stromausfall gut gerüstet. Ein Notstromaggregat , welches schon 1988 als gebrauchtes Gerät übernommen wurde, sicherte schon bisher eine autarke Energieversorgung. Da die Instandhaltungskosten für dieses Aggregat in den letzte Jahren massiv stiegen, wird das stationäre Gerät im Rahmen des Neubaus durch ein mobiles Notstromaggregat ersetzt. Somit kann nicht nur der Dienstbetrieb autark aufrechterhalten werden. Computer, Funkgeräte, Handys…all das benötigt Strom, genauso wie die medizinischen Geräte in unseren Fahrzeugen, welche ständig geladen werden. Auch die Kühlung von Medikamenten ist gesichert.

Genauso kritisch wie eine durchgehende Stromversorgung ist auch die ständige Verfügbarkeit von Treibstoff. Pro Tag benötigen wir für unsere Rettungs- und Krankentransporter etwa 550 Liter! Wenn nicht mehr getankt werden kann, ist die notfallmedizinische Versorgung in unserem Bezirk sehr schnell gefährdet! Deshalb haben wir uns entschlossen, wie auch bei der „alten“ Dienststelle, eine eigene Tankstelle auf unserem Gelände zu errichten. Die Tankstelle ist ebenfalls mit dem Notstromaggregat verbunden, sodass auch diese Versorgung gesichert ist. Unsere Tankstelle hat ein Fassungsvermögen von 30.000 Liter Diesel und 5.000 Liter Ad-Blue.

Die Invesition in eine eigene Tankstelle hat aber auch wirtschaftliche Gründe – wir können aufgrund des großen Einkaufsvolumens beträchtlichte Preisvorteile lukrieren und somit kosteneffizient im Sinne unserer Spender agieren.

Die Folgen und die Wahrscheinlichkeit eines Black-Outs wurden übrigens von Addendum aufbereitet: Blackout

*: vgl.  Seite 7

Notstromaggregat