Finanzierung

von neubauadmin

Wie wird der Neubau finanziert?

Die auf den Rettungs- und Krankentransportdienst entfallenden Kosten für die Errichtung von Bezirksstellengebäuden des Roten Kreuzes werden in Niederösterreich traditionell über eine sogenannte „Drittelfinanzierung“ vom Land NÖ, den Gemeinden des Bezirks und dem Roten Kreuz finanziert.

Der Rettungs- und Krankentransportdienst ist aber natürlich nur einer unserer Leistungsbereiche. Die Errichtungskosten, welche auf die anderen Tätigkeitsgebiete entfallen, werden zu 100 % vom Roten Kreuz getragen. Darunter fallen zum Beispiel die Kosten für die Büros der Gesundheits- und Sozialen Dienste, die Garagen für Fahrzeuge des Großschadens- und Katastrophenwesens, Teile der Ausbildungsräume, etc.

Somit verbleiben rund 60% der Errichtungskosten beim Roten Kreuz – das sind rund 6 Mio. EUR, die vom Roten Kreuz aus eigenen Mitteln, Spenden und vor allem über einen Kredit fnanziert werden müssen.

Die Gesamtkosten des Neubaus betragen rund 9,4 Mio EUR brutto. Umgelegt auf die etwa 91.000 Bezirkseinwohner (inkl. Gerasdorf/Wien) bedeutet dies einen Kostensatz von € 105 pro Einwohner bzw. umgelegt auf eine Nutzungsdauer von 30 Jahren* einen Kostensatz von € 3,50/Einwohner/Jahr.

Wie kommen die Eigenmittel zustande?

Das Rote Kreuz finanziert sich im Wesentlichen über Leistungsentgelte und Spenden.

Leistungsentgelte:

Für die Tätigkeiten im Rettungs- und Krankentransportdienst erhalten wir von den Gemeinden einen Beitrag/Einwohner/Jahr. Zusätzlich werden die meisten Transporte von den Krankenkassen bezahlt. Doch Achtung: Trotz einer überdurchschnittlichen ehrenamtlichen Dienstabdeckung in unserem Bezirk müssen wir im Leistungsbereich Rettungs- und Krankentransportdienst einen finanziellen Verlust abdecken! Die Aufwendungen (KFZ, Treibstoff, Personal, Material) sind einfach höher als die möglichen Erträge. Eine Situation, mit der praktisch alle Dienststellen in Niederösterreich zu kämpfen haben. Durch unsere hohe ehrenamtliche Dienstabdeckung und eine ressourcenschonende Arbeitsweise versuchen wir den Verlust aber so gering wie möglich zu halten.

Auch im Bereich Ausbildung können wir über interne und externe Kurse Einnahmen lukrieren. Zukünftig wollen wir uns noch stärker als Ausbildungszentrum positionieren, um mit zusätzlichen Einnahmen der Ausbildung andere Bereiche quer zu finanzieren.

Wenngleich die meisten Leistungen im Bereich der Gesundheits- und Sozialen Dienste kostenlos angeboten werden, wie z.B. die Krisenintervention, Peer-Teams, Medikamentenhilfe, Seniorentreffen, Babytreff, u.v.m., gibt es auch hier kostenpflichtige Leistungen, wobei die Entgelte meistens den Selbstkosten entsprechen, wie z.B. Verleih von Pflegebehelfen, Zuhause Essen oder die Rufhilfe. Auch der Henry Laden, die Second Hand Botique des Roten Kreuzes, arbeitet nach diesem Prinzip.

Für die anderen Tätigkeiten, etwa im Bereich der Katastrophenhilfe oder Jugend, gibt es keine regelmäßigen Zuwendungen.

Spenden und Sponsoring:

Die für das Rote Kreuz lebenswichtigen Einnahmen kommen aus dem Bereich der Spenden. Geld-, Zeit- und Sachspenden (z.B. Alttextilien) helfen uns, kostenlose Leistungen anbieten bzw. den Verlust, den unterfinanzierte Leistungen bringen, abzudecken. Fundraisingaktionen wie die RK-Mitgliederwerbung oder der Rot-Kreuz-Kalender sind für unser finanzielles Überleben essentiell. Auch das Sponsoring (etwa Werbung auf Fahrzeugen) ist eine relevante Finanzierungsstütze.

Es ist wichtig zu betonen, dass wir unsere Leistungen ohne Spenden und Sponsoringerträge nicht anbieten könnten!

Die uns anvertrauten Gelder richtig und effizient einzusetzen,
ist eines unserer höchsten Handlungsprinzien!

Einnahmen sind das eine, Ausgabe das andere. Über unsere ehrenamtlichen MitarbeiterInnen können wir die Personalkosten auf einem sehr niedrigen Niveau haben. Im Jahr 2018 wurden allein im Rettungs- und Krankentransportdienst über 77.000 ehrenamtliche Stunden geleistet! Weiters versuchen wir über einen effizienten Ressourcenverwendung unsere Augaben niedrig zu halten. Eine gemeinsame Fuhrparkverwaltung über den ganzen Bezirk und Kosteneinsparungen durch eine eigene Haustankstelle sind nur zwei Beispiele dafür.

Hilf mit, den Kreditbetrag so niedrig wie möglich zu halten!

Der Großteil der Gelder, welche dem Roten Kreuz zur Verfügung stehen, kommen aus Spenden. Trotzdem müssen wir nun noch einen Schritt weiter gehen und um weitere Spendengelder bitten.

Für das Rote Kreuz in unserem Bezirk.
Für den Rettungs- und Krankentransportdienst in unserem Bezirk.
Für die Katastrophenhilfe in unserem Bezirk.
Für die Leistungen der Gesundheits- und Sozialen Dienste in unserem Bezirk.
Wir können alle in die Situation kommen, wo wir professionelle Hilfe benötigen. Hilf mit, diese Hilfe sicherzustellen.

Wie kann ich das Rote Kreuz unterstützen?

Alles dazu HIER

Die Nutzungsdauer der derzeitigen Bezirksstelle beträgt 31 Jahre!