Warum wird gebaut

von neubauadmin

Warum brauchen wir eine neue Dienststelle?

Am 02. Juni 1988, also vor über 30 Jahren, wurde das aktuelle Dienststellengebäude offiziell eröffnet. Wobei Teile des Gebäudes schon zuvor bestanden und nur das Verwaltungsgebäude zugebaut wurde. Die bereits existierenden Halle wurden im Jahr 1966 errichtet und sind somit schon über 50 Jahre alt.

Es ist dem Geschick der damaligen Planer zu Danken, dass das Dienststellengebäude – mit geringfügigen Änderungen im Innenbereich – so lange genutzt werden konnte.

Schlußendlich haben sich die gesetzlichen Anforderungen an ein Betriebsgebäude in den letzten Jahrzehnten derart verändert, dass das bestehende Gebäude diesen nicht mehr gerecht wird. Dies war der ausschlaggebende Grund, ein Neubauprojekt anzudenken.

Dass die Lebensdauer des Bestandsgebäudes erschöpft ist, zeigen auch zahlreiche Schäden, die in den letzten Jahren vermehrt aufgetreten sind. Häufige Wasserschäden machen aufwändige Instandhaltungsarbeiten notwendig. Das Hallendach müsste ebenso repariert werden, da es bereits undicht ist.

Zusätzlich habe sich auch die Bedürfnisse einer modernen Organisation geändert . Allein das Thema Kommunikation und IT haben in den letzten Jahren einen unglaublichen Wandel erlebt.

Zu guter Letzt macht auch ein akuter Platzmangel einen Neubau erforderlich. Im Rettungs- und Krankentransportdienst steigen die Einsatzzahlen ständig. Und somit auch Personal und Fahrzeuge. Ein Beispiel, um die Situation zu verdeutlichen: Unsere (erwachsenen) ehrenamtlichen Mitarbeiter schlafen in Stockbetten, da aus Platzgründen keine zusätzlichen Betten aufgestellt werden können. Selbst wenn sich Mitarbeiter finden, können wir in der Nacht kein zusätzliches Bereitschaftsauto in Dienst stellen, da uns die Schlafplätze fehlen. Auch die Sanitärräume für unsere Mitarbeiter haben sich seit der Eröffnung im Jahr 1988 nicht wesentlich verändert.

Wir sind uns bewusst, dass man mit Spendengeldern sehr umsichtig umgehen muss. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass wir unseren Mitarbeitern zumindest jenen Komfort bieten müssen, den sie auch zuhause genießen. Die Ausfahrtenzahlen steigen stetig. Die Entwicklung hin zu Schwerpunktspitälern bedeuten für unsere Mannschaften längere Transportwege und somit längere Fahrzeiten. Somit reduziert sich die Zeit auf der Dienststelle. Diese Ausruhphase wird daher immer wichtiger!

Auch die andernen Leistungsbereiche wachsen stetig und benötigen mehr Platz. Zur Veranschaulichung ein Vergleich zwischen den Jahren 1987 und 2018:

Ehrenamtliche Mitarbeiter

Jahr 1987: 188
Jahr 2018: 417

Hauptberufliche Mitarbeiter

Jahr 1987: 7,5
Jahr 2018: 34

Zivildiener

Jahr 1987: 4
Jahr 2018: 30

Teilnehmer Freiwilliges Soziales Jahr

Jahr 1987: 0
Jahr 2018: 30

Ausfahrten

Jahr 1987: 7.694
Jahr 2018: 40.872

Einsatzstunden Rettungs- & Krankentransportdienst

Jahr 1987: 10.307
Jahr 2018: 206.073

Gefahrene Kilometer

Jahr 1987: 296.432
Jahr 2018: 1.477.399

Anzahl Fahrzeuge für Rettungs- und Krankentransportdienst

Jahr 1988: 9
Jahr 2018: 32

Da oben genannte Probleme grundsätzlich auch mit einem Um- und Zubau lösbar wären, wurden zunächst Machbarkeitsstudien und Kostenvergleiche angestrengt. Diese zeigten relativ schnell, dass eine Renovierung des Bestandsgebäudes mit einem Zubau nicht wirtschaftlich wäre. Die effiziente und nachhaltige Variante im Sinne unserer Spender kann nur ein Abriss mit komplettem Neubau sein.

Schlafraum für ehrenamtliche Mitarbeiter im Bestandsgebäude

schlafraum_bestand

Sanitäreinheit für ehrenamtliche Mitarbeiter im Bestandsgebäude

sanitaerraum_schlafraum

Reparaturen im Bestandsgebäude müssen notdürftig vorgenommen werden

gebrochenes_heizungsrohr